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jan

Anmeldedatum: 12.08.2007 Beiträge: 2118 Wohnort: Rheinhessenmetropole
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Verfasst am: 01.09.2010, 13:56 Titel: S21 - Was geht ab? |
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Kann mir irgendjemand sagen, worum eigentlich die ganze Aufregung um den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof geht?
Das Einzige, was ich weiß, ist, dass ein neuer Hauptbahnhof gebaut werden soll, der nach den Bildern zu urteilen wesentlich schöner als das alte Gebäude werden soll (das alte Ding sah aus, als wäre es für einen Reichsparteitag gebaut worden - hässlich wie die Nacht. Und von drinnen gar nicht zu sprechen). Dann noch als Durchgangsbahnhof und mit Anschluss von ICE & Co. - das hört sich doch gar nciht schlecht an, vro allem, weil es sich auch noch unterirdisch abspielt und oben ein wenig Platz ist.
Hört sich für mich besser an als die alte Lösung. Wozu also die ganze Aufregung, kann mir das irgendjemand erklären? Gegen was wird da eigentlich protestiert, ich verstehe es einfach nicht, bzw. wirklich geschrieben hat es in der Presse auch niemand.
He's dead, Jim. |
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Atarimaster

Anmeldedatum: 12.02.2007 Beiträge: 3389 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 01.09.2010, 14:05 Titel: |
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Soweit ich das im Kopf habe:
Erstens gilt der aktuelle Hbf wohl als eins der Wahrzeichen Stuttgarts. Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.
Zweitens sind es die immens hohen Kosten des Projekts (5 Milliarden oder so?), die u.a. dazu führen werden, dass für andere Bahnprojekte keine Kohle mehr da sein wird.
Irgendeiner wartet immer. |
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jan

Anmeldedatum: 12.08.2007 Beiträge: 2118 Wohnort: Rheinhessenmetropole
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Verfasst am: 01.09.2010, 14:50 Titel: |
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| Atarimaster hat Folgendes geschrieben: | Soweit ich das im Kopf habe:
Erstens gilt der aktuelle Hbf wohl als eins der Wahrzeichen Stuttgarts. Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.
Zweitens sind es die immens hohen Kosten des Projekts (5 Milliarden oder so?), die u.a. dazu führen werden, dass für andere Bahnprojekte keine Kohle mehr da sein wird. |
Ob Wahrzeichen odr nicht, ist mir persönlich egal, kann ich aber verstehen. Mir ist nur nicht verständlich, dass so viele Schwaben, auch solche nicht aus Stuttgart, so gegen das Projekt sind, da sie mit Stuttgart ja eigentlich nix zu tun haben. Und das Projekt dann noch als wahlentscheidend zu nennen ist schon ein wenig kleingeistig, finde ich.
Die Kosten kann ich schon eher verstehen. Das ist ein Haufen Kohle, aber letztendlich denke ich mir, dass sich die Verantwortlichen was dabei gedacht haben. Und wenn wir von Kohle reden: Wo waren denn die ganzen Protestanten, als die Bänker hunderte Milliarden an Staatsknete verzockt und erbettelt hatten? Da hat kein Hahn danach gekräht, dabei bin ich über so etwas viel mehr verärgert als über ein Bauprojekt, das dann auch letztendlich etwas vorzeigen kann, nämlich ICE-Strecken, ein paar Gebäude und mehr Platz in der Stadt.
Mir persönlich wären als Bürger mehr Platz in Stuttgart entscheidender als ein Wahrzeichen zu erhalten, es ist ja noch nicht mal ein Dom oder so.
He's dead, Jim. |
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SecretSurfer

Anmeldedatum: 10.08.2007 Beiträge: 16337 Wohnort: Düsseldorf, NRW, Deutschland
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Verfasst am: 01.09.2010, 15:08 Titel: |
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| jan hat Folgendes geschrieben: | | Mir persönlich wären als Bürger mehr Platz in Stuttgart entscheidender als ein Wahrzeichen zu erhalten, es ist ja noch nicht mal ein Dom oder so. |
Das ist vielleicht ein wenig kurz gegriffen. Nicht alles, was erhaltenswert ist, muss auch gleich ein Dom sein. Dann sähe es in der Denkmal-Landschaft sehr trist aus. Aber davon abgesehen geht es wohl auch um die geologischen Risiken bei dem Projekt. Trotzdem erscheint mir das Fass, was das aufgemacht wurde, auch ein wenig überdimensioniert und fehl am Platze. Zumal das Projekt ja nun schon so viele Jahre diskutiert und geplant wurde. Reichlich spät, jetzt den Aufstand zu proben.
"Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht." - (Karl-Theodor zu Guttenberg, Abtrittsrede, 2011 / Star Trek II, Der Zorn des Khan, 1982) |
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mjh

Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 2581 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 01.09.2010, 15:21 Titel: |
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| jan hat Folgendes geschrieben: | | Mir ist nur nicht verständlich, dass so viele Schwaben, auch solche nicht aus Stuttgart, so gegen das Projekt sind, da sie mit Stuttgart ja eigentlich nix zu tun haben. |
Das Projekt betrifft ja auch nicht nur Stuttgart (der Bahnhof ist nur ein Teil des Ganzen), sondern die ganze Region, und über die Verschwendung der Milliarden letztendlich alle deutschen Bahnkunden. Der Stuttgarter Kopfbahnhof (ich finde Kopfbahnhöfe nicht schlecht) wirkt vielleicht nicht besonders erhaltenswert, aber Stuttgart sind nach dem Krieg und der Abrisswut der Nachkriegszeit nicht viele historische Bauten erhalten geblieben, und das, was danach entstanden ist, brachte keine Verschönerung des Stadtbilds – ganz im Gegenteil (soweit ich das aufgrund meiner begrenzten Erfahrung sagen kann). Daneben birgt der Boden, durch den die Tunnel gegraben werden sollen, wohl akute Gefahren – einerseits Anhydrit, das sich bei Berührung mit Wasser schlagartig ausdehnt, und andererseits die örtlichen Mineralwasserquellen (dies befürchtet der Architekt Frei Otto, der ursprünglich am Entwurf des neuen Bahnhofs beteiligt war, sich dann aber zurückzog). Und wenn das alles trotzdem irgendwie fertig geworden ist, hat man eine durchgehende Verbindung („Magistrale“ nennt sich das großsprecherisch) zwischen Budapest und Paris – als ob irgendjemand den Zug nehmen würde, um von Budapest nach Paris zu reisen, oder umgekehrt.
Währenddessen zuckeln die ICEs von Hamburg aus in aller Ruhe gen Westen oder Süden, weil es die Bahn in all den Jahren nicht geschafft hat, diese vielbefahrenen Strecken ICE-gerecht auszubauen; nur gen Osten geht es, wenn man Glück hat, einigermaßen schnell. Und Baustellen dieser Art gäbe es noch etliche, vom fehlenden Geld für die Wartung der ICEs ganz zu schweigen. Insofern halte ich Stuttgart21 für einen ausgemachten Blödsinn.
Michael J. Hußmann |
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jan

Anmeldedatum: 12.08.2007 Beiträge: 2118 Wohnort: Rheinhessenmetropole
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Verfasst am: 01.09.2010, 16:43 Titel: |
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| mjh hat Folgendes geschrieben: | | jan hat Folgendes geschrieben: | | Mir ist nur nicht verständlich, dass so viele Schwaben, auch solche nicht aus Stuttgart, so gegen das Projekt sind, da sie mit Stuttgart ja eigentlich nix zu tun haben. |
Das Projekt betrifft ja auch nicht nur Stuttgart (der Bahnhof ist nur ein Teil des Ganzen), sondern die ganze Region, und über die Verschwendung der Milliarden letztendlich alle deutschen Bahnkunden. Der Stuttgarter Kopfbahnhof (ich finde Kopfbahnhöfe nicht schlecht) wirkt vielleichert nicht besonders erhaltenswert, aber Stuttgart sind nach dem Krieg und der Abrisswut der Nachkriegszeit nicht viele historische Bauten erhalten geblieben, und das, was danach entstanden ist, brachte keine Verschönerung des Stadtbilds – ganz im Gegenteil (soweit ich das aufgrund meiner begrenzten Erfahrung sagen kann). Daneben birgt der Boden, durch den die Tunnel gegraben werden sollen, wohl akute Gefahren – einerseits Anhydrit, das sich bei Berührung mit Wasser schlagartig ausdehnt, und andererseits die örtlichen Mineralwasserquellen (dies befürchtet der Architekt Frei Otto, der ursprünglich am Entwurf des neuen Bahnhofs beteiligt war, sich dann aber zurückzog). Und wenn das alles trotzdem irgendwie fertig geworden ist, hat man eine durchgehende Verbindung („Magistrale“ nennt sich das großsprecherisch) zwischen Budapest und Paris – als ob irgendjemand den Zug nehmen würde, um von Budapest nach Paris zu reisen, oder umgekehrt.
Währenddessen zuckeln die ICEs von Hamburg aus in aller Ruhe gen Westen oder Süden, weil es die Bahn in all den Jahren nicht geschafft hat, diese vielbefahrenen Strecken ICE-gerecht auszubauen; nur gen Osten geht es, wenn man Glück hat, einigermaßen schnell. Und Baustellen dieser Art gäbe es noch etliche, vom fehlenden Geld für die Wartung der ICEs ganz zu schweigen. Insofern halte ich Stuttgart21 für einen ausgemachten Blödsinn. |
In Stauffen hat man ja auch so seine Erfahrungen, was sich ausdehnende Substanzen angeht, und da sins die Gebäude schöner und älter als in Stuttgart. Und dann fällt halt mal eine Mineralwasserhöhle zusammen, ist doch nicht so schlimm. Stuttgart ist eh eine hässliche und noch ziemlich neue Stadt, wie du ja schon gesagt hast, erhaltenswert ist das sicher nicht. Und wenn der Bahnhof das Schönste an der Stadt ist, dann ist für den Baustart höchste Eisenbahn.
kleine ANmerkung noch: Wer als Architekt erst mitplant und sich dann auf dei Seiter der Demonstranten schlägt, der wirkt nich so doll, finde ich.
Ich finde den Bahnhof immer noch, oder gerade im Lichte deiner Betrachtungen, gut. Und ob die Bahn und Länder noch weitere Milliarden verplempern für Strecken, die nicht funktionieren, ist auch fast wurscht, das ist ja schon Tradition. Die ganze ICE-Sache war schon von Ende der 80er an falsch angegangen, da hätte man sich ein Beispiel an der SNCF nehmen sollen, dann wäre der Tarifdschungel auch übersichtlicher.
Ich habe auch noch was über angeblich zu hügelige Strecken gelesen: In der Schweiz funktioniert's mit schweren Güterzügen ja auch, dann in der Region Stuttgart sicherlich auch.
He's dead, Jim. |
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Hal_9000

Anmeldedatum: 16.08.2007 Beiträge: 4104 Wohnort: Freiamt (D)
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Verfasst am: 01.09.2010, 19:51 Titel: |
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Richtig aufmerksam habe ich das Projekt S21 nie verfolgt, aber wenn davon die Sprache ist, bleibt mir immer nur im Gedächtnis, dass die Kosten (mal wieder) nach oben korrigiert werden und ein Ende scheint nicht absehbar.
Alle Stuttgarter, die ich kenne, lieben ihre Stadt und den "historischen" Bahnhof. Ich habe mich aus Solidarität bei www.parkschuetzer.de als "Parkschützer der Stufe Grün" eingetragen.
Wo soll das alles nur hinführen? |
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Hape

Anmeldedatum: 10.08.2007 Beiträge: 6485
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Verfasst am: 01.09.2010, 20:18 Titel: |
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| Hal_9000 hat Folgendes geschrieben: | | … aber wenn davon die Sprache ist, bleibt mir immer nur im Gedächtnis, dass die Kosten (mal wieder) nach oben korrigiert werden und ein Ende scheint nicht absehbar. |
Richtig albern wurde es aber erst, als sich ergab, daß es gar keine großen Fahrzeit-Einsparungen geben wird. Also viel Geld ausgegeben wird für nix. Und es ist nicht nur das Geld der Bahnkunden, es ist vor allem das Geld der Steuerzahler.
Das der Architekt ausgestiegen ist finde ich gut. Er hat wohl erkannt, daß der Bau nicht so recht durchzuführen ist. Fehler erkennen und eingestehen - das ist nicht >auf die andere Seite schlagen<! |
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jan

Anmeldedatum: 12.08.2007 Beiträge: 2118 Wohnort: Rheinhessenmetropole
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Verfasst am: 01.09.2010, 22:42 Titel: |
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| Hape hat Folgendes geschrieben: | | Hal_9000 hat Folgendes geschrieben: | | … aber wenn davon die Sprache ist, bleibt mir immer nur im Gedächtnis, dass die Kosten (mal wieder) nach oben korrigiert werden und ein Ende scheint nicht absehbar. |
Richtig albern wurde es aber erst, als sich ergab, daß es gar keine großen Fahrzeit-Einsparungen geben wird. Also viel Geld ausgegeben wird für nix. Und es ist nicht nur das Geld der Bahnkunden, es ist vor allem das Geld der Steuerzahler.
Das der Architekt ausgestiegen ist finde ich gut. Er hat wohl erkannt, daß der Bau nicht so recht durchzuführen ist. Fehler erkennen und eingestehen - das ist nicht >auf die andere Seite schlagen<! |
Die Bahn leistet aber auch Abgaben an den Bund, nur Steuerzahlerfinanziert ist das Unternehmen ja nicht. Das Land wird da auch was bezahlen für das Projekt, das ist klar. Aber da stellt sich doch die Frage, wieso es überhaupt eine Genehmigung der Behörden gab. Oder hatten die Anweisung von den Landesvätern, das durchzuwinken? Das wäre eine wirklich große Steurgeldverschwendung. Da hätte der Architekt ja früher mal was sagen können als erst mit seinem Protest zu kommen, wenn schon das halbe Bundesland in Aufruhr ist und er sich der Unterstützer sicher sein kann. Denn der Architelt hat ja sicher schon in einer frühen Planungsphase von den Problemen gewusst, das ist ja immerhin seine Aufgabe. Deshalb das "auf die andere Seite schlagen".
Die fehlenden Einsparungen bei der Fahrzeit hätte man ja auch bei der Landesregierung merken können und einfach eine Genehmigung verweigern können. Dann hätte es sicher 20 Jahre Rechtsstreit gegeben, der am Ende nichts bringt, aber die ganze Soße wäre mal auf den Tisch gebracht worden. Es bleibt halt auch immer die Frage, wer in Stuttgart einen TGV-Anschluss wirklich braucht. Ein neuer Bahnhof ist aber mit Sicherheit schon lange nötig, denn dieser imperiale Zweckbau war nun wirklich kein Aushängeschild für die Stadt.
He's dead, Jim. |
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Hape

Anmeldedatum: 10.08.2007 Beiträge: 6485
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Verfasst am: 08.09.2010, 19:02 Titel: |
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mjh

Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 2581 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 08.09.2010, 19:47 Titel: |
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| jan hat Folgendes geschrieben: | | Da hätte der Architekt ja früher mal was sagen können als erst mit seinem Protest zu kommen, wenn schon das halbe Bundesland in Aufruhr ist und er sich der Unterstützer sicher sein kann. Denn der Architelt hat ja sicher schon in einer frühen Planungsphase von den Problemen gewusst, das ist ja immerhin seine Aufgabe. Deshalb das "auf die andere Seite schlagen". |
Tz, das sind so Argumente … Da werfen die S21-Betreiber dem Architekten vor, er hätte ja keine Ahnung, weil er schon so lange aus dem Projekt ’raus sei. Und Du wirfst ihm vor, dass er nicht früh genug ausgestiegen sei. Was wäre denn nun die exakt richtige Zeit gewesen, auszusteigen, damit man noch oder schon Kritik äußern darf?
| jan hat Folgendes geschrieben: | | Ein neuer Bahnhof ist aber mit Sicherheit schon lange nötig, denn dieser imperiale Zweckbau war nun wirklich kein Aushängeschild für die Stadt. |
Warum lässt man das nicht die Stuttgarter entscheiden (die den alten Bahnhof behalten wollen)? Übrigens hörte ich gerade von Bekannten aus Stuttgart, dass der neue Bahnhof weniger Gleise als der jetzige haben würde, also eher eine Verschlechterung brächte.
Abreißen geht ja schnell, schöner aufbauen ist schon schwieriger. Wenn ich da nur an den Altonaer Bahnhof hier in Hamburg denke, der einst (1979) leichtfertig (unter vergeblichen Protesten der Bürger) abgerissen und durch ein „Kaufhaus mit Gleisanschluss“, wie man damals sagte, ersetzt worden war. Das Kaufhaus gibt es längst nicht mehr und der neue Bahnhof ist ein Schandfleck, aber man kann die Zeit nicht mehr zurück drehen. Eigentlich war der alte Bahnhof sehr schön gewesen …
Michael J. Hußmann |
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Hape

Anmeldedatum: 10.08.2007 Beiträge: 6485
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Verfasst am: 08.09.2010, 20:28 Titel: |
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| mjh hat Folgendes geschrieben: | | Übrigens hörte ich gerade von Bekannten aus Stuttgart, dass der neue Bahnhof weniger Gleise als der jetzige haben würde, also eher eine Verschlechterung brächte. … |
Um den Spiegel zu zitieren:
| Zitat: | | Vier Bahnsteige, an denen jeweils mehrere Züge hintereinander halten, … |
Was ein Unfug. |
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jan

Anmeldedatum: 12.08.2007 Beiträge: 2118 Wohnort: Rheinhessenmetropole
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Verfasst am: 08.09.2010, 20:55 Titel: |
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| mjh hat Folgendes geschrieben: | | jan hat Folgendes geschrieben: | | Da hätte der Architekt ja früher mal was sagen können als erst mit seinem Protest zu kommen, wenn schon das halbe Bundesland in Aufruhr ist und er sich der Unterstützer sicher sein kann. Denn der Architelt hat ja sicher schon in einer frühen Planungsphase von den Problemen gewusst, das ist ja immerhin seine Aufgabe. Deshalb das "auf die andere Seite schlagen". |
Tz, das sind so Argumente … Da werfen die S21-Betreiber dem Architekten vor, er hätte ja keine Ahnung, weil er schon so lange aus dem Projekt ’raus sei. Und Du wirfst ihm vor, dass er nicht früh genug ausgestiegen sei. Was wäre denn nun die exakt richtige Zeit gewesen, auszusteigen, damit man noch oder schon Kritik äußern darf?
| jan hat Folgendes geschrieben: | | Ein neuer Bahnhof ist aber mit Sicherheit schon lange nötig, denn dieser imperiale Zweckbau war nun wirklich kein Aushängeschild für die Stadt. |
Warum lässt man das nicht die Stuttgarter entscheiden (die den alten Bahnhof behalten wollen)? Übrigens hörte ich gerade von Bekannten aus Stuttgart, dass der neue Bahnhof weniger Gleise als der jetzige haben würde, also eher eine Verschlechterung brächte.
Abreißen geht ja schnell, schöner aufbauen ist schon schwieriger. Wenn ich da nur an den Altonaer Bahnhof hier in Hamburg denke, der einst (1979) leichtfertig (unter vergeblichen Protesten der Bürger) abgerissen und durch ein „Kaufhaus mit Gleisanschluss“, wie man damals sagte, ersetzt worden war. Das Kaufhaus gibt es längst nicht mehr und der neue Bahnhof ist ein Schandfleck, aber man kann die Zeit nicht mehr zurück drehen. Eigentlich war der alte Bahnhof sehr schön gewesen … |
Aussteigen kann der Architekt wann er will. Dass er, so scheint es, erst jetzt im Chor der Stuttgarter seine Stimme gegen das Projekt erhebt, erscheint mir ein wenig opportunistisch.
Hätte man die Mainzer entscheiden lassen, wäre der Hbf auch noch so wie vor zwanzig Jahren, aber schöner und praktischer ist er jetzt trotzdem. Da sich ja offensichtlich das ganze Bundesland in Aufruhr befindet, sage ich auch einfach mal, dass mir ein Neubau bessergefällt als das, was dort (noch) in Stuttgart steht.
Politisch mit der Brechstange wollen die Protestierer ja den Bau jetzt stoppen, indem sie sagen, Gespräche gibt's erst, wenn der Bau komplett abgeblasen wird. Daraif wird sich wahrscheinlich kaum jemand einlassen, denn wenn die Genehmigungen und die Finanzierung da ist, wird halt irgendwann die Polizei räumen. Das ist sehr kurzsichtig von den Demonstranten, die geben ihre ganze Munition aus den Händen in eine Karte, von der klar ist, dass sie nichts bringen wird. Ehrenwert, alles auf ein Pferd zu setzen, aber wenn dem Gaul auf halber Strecke die Luft ausgeht, dann war's das mit Protest. Und ich glaube, mit herben Verlusten bei den nächsten Wahlen haben sich die regierenden Parteien in der ganzen Republik schon abgefunden.
He's dead, Jim. |
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yellowFox

Anmeldedatum: 17.04.2005 Beiträge: 9738 Wohnort: Nahe Bern
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Verfasst am: 01.10.2010, 01:21 Titel: |
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Ich habe das Thema bisher nur ganz am Rande zur Kenntnis genommen. Aber in Anbetracht der jüngsten Ereignisse habe ich den Eindruck, dass man sich da in etwas reingesteigert hat, dass schon lange nicht mehr auf sachlichen Argumenten basiert. |
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Hape

Anmeldedatum: 10.08.2007 Beiträge: 6485
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Verfasst am: 01.10.2010, 05:56 Titel: |
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Da zeigt sich eine ganz häßliche Fratze.
Und man kann sehen, wie viel die Politik noch mit dem Volk gemeinsam hat. Ich finde es unglaublich wie man versucht, ein solches Projekt unter allen Umständen zu erzwingen. Fast könnte ich meinen, Herrn Mappus und Kollegen würde ein großes Einkommen streitig gemach. Welch eine Verbissenheit!
Volksvertreter trifft auf Volkes Wille.
Schöngemalte Hirngespinste treffen auf Wirklichkeit.
Machtarroganz trifft Widerstand.
Vielleicht trägt das ja auch zu Endpolitikverdrossenheit bei… |
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