Hallo
Hier die allgemeinen Tipps, welche auch mir schon geholfen haben.
Die häufigste Form des Brummens ist ein 50-Hertz-Brummen aus den Lautsprechern. Meistens handelt es sich dabei um ein Erdungsproblem, das durch recht simple Massnahmen beseitigt werden kann. Ein anderer Fall des Brummen entsteht durch ein defektes Kabel.
1. Fall: Das Erdungsproblem:
Dieses Brummen kommt eigentlich nur vor bei Geräten, die einen normalen Stecker haben. Wenn kein Gerät so einen Stecker hat, dann gibt es eine andere Ursache.
Man kann dieses Brummen schon beim Aufbau einer Anlage vermeiden, in dem man alle Geräte an die gleiche Steckdosenleiste anschliesst, weiter entfernte Geräte dann über Verlängerungen auch an diese Steckdosenleiste. Falls ein Gerät einen Anschluss an eine Antenne oder einen Kabelanschluss hat, dann sollte hier ein Mantelstromfilter eingesetzt werden.
Wenn nicht alle Geräte in die gleiche Steckdosenleiste gesteckt werden können, dann kann man auch einen Trennübertrager verwenden. Diese gibt es im KFZ-Bereich und auch im Hifi-Bereich. Ein Trennübertrager ist im Prinzip ein kleiner Trafo und hat damit als Nachteil einen eingeschränkten Frequenzgang. Ein Trennübertrager dürfte nicht mehr als 50 CHF kosten. Trennübertrager gibt es in Mono, in Stereo, mit Cinch-Anschlüssen, mit XLR-Anschlüssen und mit Klinken-Anschlüssen.
Wenn man den PC an eine Stereoanlage anschliesst, dann hat man auf jeden Fall ein Gerät mit Standard-Stecker, und die Probleme sind vorprogrammiert.
Über optische Kabel wird ein solches Brummen nicht übertragen, deshalb gibt es z.B. beim .PC-Anschluss die Möglichkeit, über eine Soundkarte mit optischem Digitalausgang dieses Brummen zu vermeiden. Man kann auch einen externen AD-Wandler einsetzen, das hat den Vorteil, dass man den PC nicht aufschrauben muss.
2. Fall a: Defektes Kabel:
Wenn man in einen Verstärker, der eingeschaltet ist, ein Cinch-Kabel steckt, das am anderen Ende offen ist, und man dieses Ende anfasst, dann hört man Brummen. Wenn zu laut aufgedreht ist, dann können die LS kaputtgehen. Einen ähnlichen Fall hat man, wenn man ein Kabel mit einem Defekt, einer Unterbrechung, einem Wackelkontakt, verwendet. Das kann dann so sein, als wäre das Kabel an einem Ende nicht angeschlossen und es kann brummen. Diese Art des Brumms hat man aber nur, wenn man am Verstärker auf die entsprechende Quelle schaltet und es ist somit gut vom 1. Fall zu unterscheiden.
2. Fall b: Ein zu langes Kabel:
Bei sehr langen Kabel ist es oft nicht möglich, alles an eine Steckdose anzuschliessen. Da hilft dann es dann nur noch, symmetrische Verbindungen herzustellen, dazu müssen aber alle angeschlossenen Geräte dann auch über symmetrische Ein- und Ausgänge verfügen. Nur ein Cinch-Kabel durch ein symmetrisches Kabel auszutauschen bringt da noch nichts.
3. Fall: Defekte in der Elektronik:
Wenn man in den Lautsprechern Brumm hat, auch wenn man den Lautstärkeregler ganz runter dreht, dann liegt vermutlich ein Defekt in der Endstufe oder im Netzteil des Verstärkers vor. Der Brumm ist dann auch meistens ziehmlich laut. Wenn der Brumm nur ganz leise ist, dann hilft oft auch ein Trennübertrager;
4. Fall: PC-Anschluss: der PC hat eine Netzwerkverbindung:
Im Beitrag Receiver brummt bei PC - In schreibt Oppee, dass der Brumm von einer Netzwerkverbindung herkommt. Evtl.hilft hier ein Trennübertrager.
5. Fall: Die Anlage hat einen Antennenanschluss:
Wenn man einen den Antennenstecker zieht und das Brummen ist weg, dann hat man auch ein Erdungsproblem. Hier hilft der Einsatz eines Mantelstromfilters.
6. Fall: Einfach ein schlecht geschirmtes Cinch-Kabel:
Es kann sich auch nur um ein schlecht geschirmtes Cinch-Kabel handeln, das womöglich auch noch parallel oder in der Nähe einer Netzleitung verlegt ist. Bei Netzwerklabeln gibt es auch welche mit spezieller Schirmung, z.B. Cat5E, die sind direkt neben 230 V Leitungen verlegbar, während es bei Cat 5 nicht erlaubt ist.
7. Fall: Lange Kabel, die aufgerollt liegen:
Ein Kabel, das irgendwo verlegt ist, ist ja wie ein Trafo mit der Wicklungsanzahl 1. Wenn man es irgendwo aufrollt, dann entsprechend mit höherer Wicklungsanzahl. Und da es immer und überall ein elekromagnetisches Feld gibt, weil irgendwo immer Strom fliesst, wird in diesem aufgerollten Kabel eine Spannung induziert. Im ungünstigen Fall aussert sich das als Brummen.
Wenn es mehrere der oben genannten Verursacher gleichzeitig gibt, dann muss man alle Kabel abstecken, bis auf die Lautsprecher, und die Anlage dann nach und nach verdrahten und nach jeder Strippe, die man gezogen hat, schauen, ob das Brummen schon da ist oder nicht. So kann man am einfachsten den oder die Verursacher finden.
Gruss
Bear
„Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.“ ..... Albert Einstein