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Coroner7



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 09:31   Titel:

yellowFox hat Folgendes geschrieben:
Wenn man das fertige PDF in Acrobat öffnet, stimmen die Farben bzw. die Helligkeit. Oh Mann ... hätte ich das früher gesehen!

Werde ich machen. In dem Fall kann ich auch die anderen Dateien (das ist nur eine von dreien) ebenfalls einfach aus Illustrator heraus als PDF/X-3:2002 sichern, sehe ich das richtig?


Also, da scheint eine grosse Verwirrung zu herrschen.

Die Farben können sich verändern, je nach gewähltem Output-Intent. Welcher ist denn standardmässig drin? Sollte es irgendwas mit Fogra27 sein, ist dieser veraltet.
Aktuell für Bogenoffsetdruck sind ISOcoated_v2_eci.icc oder ISOcoatet_v2_eci_300.icc (Standard-Raster; für FM-Rasterung sind es die NPscreen-Profile).
Wenn Deine CMYK-Daten (die Bilder) ebenfalls ein Ausgabe-Profil enthalten und dieses nicht mit dem Output-Intent übereinstimmt, dann findet eine CMYK-CMYK-Transformation statt (mit dem Umweg über LAB).

Bei Deiner Prüfung in Acrobat hat sich ja ergeben, dass die PDF-Version neuer ist als 1.3. PDF-X3:2002 lässt nur bis zur PDF-Version 1.3 zu (wegen der Transparenzen, die nicht enthalten sein dürfen). PDF-X3:2003 lässt Version 1.4 zu, mit Transparenzen. Dies bedingt jedoch, dass die Transparenzen in der Druckerei flachgerechnet werden müssen. Und da sollte eine PDF-Print-Engine vorhanden sein, die kann das.

Des weiteren empfehle ich Dir dringend, bei CMYK-Dateien oder CMYK plus Sonderfarben PDF-X1a zu verwenden. Die potentiellen Fehlerquellen reduzieren sich ungemein.

Um sich in die Thematik von PDF-X einzuarbeiten, empfehle ich Dir das Studium folgender Anbieter:

http://www.pdfx-ready.ch/

und

http://www.cleverprinting.de/

Letztere haben einige Gratis-Lernbroschüren zum Download.




grüsse

coroner7
magical mister mac

 
Hans



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 11:44   Titel: Re: PDF für Druckerei erstellen

Hallo yellowFox und alle, dir dieser Thread interressiert.

Ich möchte einige grundätzliche Anmerkungen zum Thema Pdf und Druckerei loswerden, weil es ein schwieriges Thema ist und es teuer wird, wenn was in die Hose geht. Ich selbst bin Drucker und Setzer und arbeite bei einer Tageszeitung und bin dort für die Prüfung angelieferter Druckdaten zuständig.

Der erste und wichtigste Rat, den ich geben kann ist: Frag die Druckerei, was für Daten sie will und was sie damit macht. Die Adobe-Software verleitet nämlich dazu, die das auch hier in der Diskussion ersichtlich ist, zu glauben, man bräuchte nur das richtige Profil anhängen und damit wäre alles geregelt. Die Frage ist aber: Was macht die Druckerei? Darum frag deinen Drucker. Er kann angehängte Profile auswerten, konvertieren und umsetzen, er kann sie aber auch verwerfen. Bei uns wird z. B. davon ausgegangen, das der Kunde Dateien liefert, die ohne jegliche Profilkonvertierung druckbar sind, das heißt eingebundene Profile werden verworfen. Darum frag deinen Drucker. Und lass die einen Proof vorlegen, den du dann zum Druck frei gibst.

Und ein letzter Rat:
Frag deinen Drucker, nur er kann dir sagen, was er mit deinen Daten macht. Manche Druckereien senden dir auf Anfrage die von Ihnen gewünschten Distiller-Settings. Darum zum Schluss:

Frag deinen Drucker.

HTH
Hans



yellowFox hat Folgendes geschrieben:
Hallo Leute

Ich habe in Illustrator Karten erstellt, die ich nun gerne zum Druck schicken möchte. Nun habe ich so meine Schwierigkeiten beim Erstellen eines geeigneten PDFs.

Das erste Problem besteht schon mal darin, dass mir nicht ganz klar ist, worauf genau ich beim Erstellen des PDFs achten muss. Der «Speichern unter»-Dialog von Illustrator 10 bietet mir zum Beispiel zwei mögliche Vorgaben: «Qualitativ hochwertiger Druck» und «Druckausgabequalität».



Mir ist der Unterschied nicht ganz klar. Welches von den beiden sollte ich nehmen? Oder sollte ich gar eigene Einstellungen vornehmen? Wenn ja, welche?

Drucksachen sind so gar nicht mein Gebiet und entsprechend schlecht kenne ich mich damit aus. Kann mir da jemand weiterhelfen?
 
SecretSurfer



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 12:06   Titel: Re: PDF für Druckerei erstellen

Hans hat Folgendes geschrieben:
Frag deinen Drucker.


Meine Rede.




Die Baccararose ist das stumpfe Schwert des Vorstadt-Marketing!

 
yellowFox



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 13:20   Titel:

Coroner7 hat Folgendes geschrieben:
Also, da scheint eine grosse Verwirrung zu herrschen.

Die Farben können sich verändern, je nach gewähltem Output-Intent. Welcher ist denn standardmässig drin? Sollte es irgendwas mit Fogra27 sein, ist dieser veraltet.
Aktuell für Bogenoffsetdruck sind ISOcoated_v2_eci.icc oder ISOcoatet_v2_eci_300.icc (Standard-Raster; für FM-Rasterung sind es die NPscreen-Profile).
Wenn Deine CMYK-Daten (die Bilder) ebenfalls ein Ausgabe-Profil enthalten und dieses nicht mit dem Output-Intent übereinstimmt, dann findet eine CMYK-CMYK-Transformation statt (mit dem Umweg über LAB).

Bei Deiner Prüfung in Acrobat hat sich ja ergeben, dass die PDF-Version neuer ist als 1.3. PDF-X3:2002 lässt nur bis zur PDF-Version 1.3 zu (wegen der Transparenzen, die nicht enthalten sein dürfen). PDF-X3:2003 lässt Version 1.4 zu, mit Transparenzen. Dies bedingt jedoch, dass die Transparenzen in der Druckerei flachgerechnet werden müssen. Und da sollte eine PDF-Print-Engine vorhanden sein, die kann das.

Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nicht so lange wach bin aber ich verstehe kein Wort. verwirrt/ratlos

Coroner7 hat Folgendes geschrieben:
Des weiteren empfehle ich Dir dringend, bei CMYK-Dateien oder CMYK plus Sonderfarben PDF-X1a zu verwenden. Die potentiellen Fehlerquellen reduzieren sich ungemein.

Hm ... also doch nicht PDF/X-3?

Coroner7 hat Folgendes geschrieben:
Um sich in die Thematik von PDF-X einzuarbeiten, empfehle ich Dir das Studium folgender Anbieter:

http://www.pdfx-ready.ch/

und

http://www.cleverprinting.de/

Letztere haben einige Gratis-Lernbroschüren zum Download.

Danke für die Links. Werde ich mir mal anschauen.
 
yellowFox



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 13:33   Titel: Re: PDF für Druckerei erstellen

Hans hat Folgendes geschrieben:
Hallo yellowFox und alle, dir dieser Thread interressiert.

Ich möchte einige grundätzliche Anmerkungen zum Thema Pdf und Druckerei loswerden, weil es ein schwieriges Thema ist und es teuer wird, wenn was in die Hose geht. Ich selbst bin Drucker und Setzer und arbeite bei einer Tageszeitung und bin dort für die Prüfung angelieferter Druckdaten zuständig.

Der erste und wichtigste Rat, den ich geben kann ist: Frag die Druckerei, was für Daten sie will und was sie damit macht. Die Adobe-Software verleitet nämlich dazu, die das auch hier in der Diskussion ersichtlich ist, zu glauben, man bräuchte nur das richtige Profil anhängen und damit wäre alles geregelt. Die Frage ist aber: Was macht die Druckerei? Darum frag deinen Drucker. Er kann angehängte Profile auswerten, konvertieren und umsetzen, er kann sie aber auch verwerfen. Bei uns wird z. B. davon ausgegangen, das der Kunde Dateien liefert, die ohne jegliche Profilkonvertierung druckbar sind, das heißt eingebundene Profile werden verworfen. Darum frag deinen Drucker. Und lass die einen Proof vorlegen, den du dann zum Druck frei gibst.

Und ein letzter Rat:
Frag deinen Drucker, nur er kann dir sagen, was er mit deinen Daten macht. Manche Druckereien senden dir auf Anfrage die von Ihnen gewünschten Distiller-Settings. Darum zum Schluss:

Frag deinen Drucker.

Okay, ich sehe schon. Ich werde nochmal bei der Druckerei anfragen.
 
Turik



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:27   Titel:

yellowFox hat Folgendes geschrieben:
...
Danke für die Links. Werde ich mir mal anschauen.

Ich auch.
zwinkernd
Weil ich nun schon jahrelang mit Illu arbeite und mich immer irgendwie durchgemogelt habe.
Meine Drucker haben offenbar resigniert und sagen mir schon gar nicht mehr, ob ich Schrott geliefert habe.
Drum habe ich jetzt aufmerksam mitgelesen.

...und bedanke mich schulterklopfend bei den Klugscheissern hier,
und auch bei yelloFox, der das Ganze angestossen hat.

- - - - - - -
Uuuuund dann noch, off-topic, falls gestattet:
Vor CS3 war es doch möglich ein Startdokument zu erstellen.
Das geht nicht mehr, habe ich mir sagen lassen.
Und so stelle ich jedesmal fluchend die voreingestellte, verhasste Myriad, die eh' nur eine geklaute Frutiger ist, zurück auf meinen meistgebrauchten Schnitt.

Die Adobe-Helpline konnte das nur mit arroganten, aber unbrauchbaren Floskeln kommentieren.

Achtung: Noch mehr Bierschluckgewinnchancen.
lachend
 
yellowFox



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:48   Titel:

Ich habe bei der Druckerei folgende Informationen gefunden: Wenn keine Transparenzen angelegt sind, sei X3 okay. Ansonsten wäre X1 besser. Jetzt stellt sich nur folgende Frage: Das eingebundene Photoshop-Bild in meinem Layout hat Transparenzen d.h. es ist mit weichen Kanten freigestellt und hat einen halbtransparenten Schatten. Ist das damit gemeint oder bezeichnet der Begriff «Transparenzen» beim Druck etwas anderes?
 
SecretSurfer



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:53   Titel:

In welchem Dateiformat hast Du das Bild gespeichert?




Die Baccararose ist das stumpfe Schwert des Vorstadt-Marketing!

 
yellowFox



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:54   Titel:

PS: Hinter dem transparenten bzw. halbtransparenten Photoshop-Bild ist jedoch vollflächig Farbe als Hintergrund.
 
Coroner7



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:55   Titel:

yellowFox hat Folgendes geschrieben:
Coroner7 hat Folgendes geschrieben:
Also, da scheint eine grosse Verwirrung zu herrschen.

Die Farben können sich verändern, je nach gewähltem Output-Intent. Welcher ist denn standardmässig drin? Sollte es irgendwas mit Fogra27 sein, ist dieser veraltet.
Aktuell für Bogenoffsetdruck sind ISOcoated_v2_eci.icc oder ISOcoatet_v2_eci_300.icc (Standard-Raster; für FM-Rasterung sind es die NPscreen-Profile).
Wenn Deine CMYK-Daten (die Bilder) ebenfalls ein Ausgabe-Profil enthalten und dieses nicht mit dem Output-Intent übereinstimmt, dann findet eine CMYK-CMYK-Transformation statt (mit dem Umweg über LAB).

Bei Deiner Prüfung in Acrobat hat sich ja ergeben, dass die PDF-Version neuer ist als 1.3. PDF-X3:2002 lässt nur bis zur PDF-Version 1.3 zu (wegen der Transparenzen, die nicht enthalten sein dürfen). PDF-X3:2003 lässt Version 1.4 zu, mit Transparenzen. Dies bedingt jedoch, dass die Transparenzen in der Druckerei flachgerechnet werden müssen. Und da sollte eine PDF-Print-Engine vorhanden sein, die kann das.

Vielleicht liegt es daran, dass ich noch nicht so lange wach bin aber ich verstehe kein Wort. verwirrt/ratlos


Also, nicht gleich böse werden, aber ich denke, es liegt daran, dass Du Dich mit der PDF-X-Thematik noch nicht auseinandergesetzt hast.

Wir (eine Druckerei in Zürich) sind daran, uns PDF-Xready zertifizieren zu lassen. Deshalb arbeiten mein Scheff und ich uns seit einiger Zeit sehr intensiv in das Thema Colormanagement, PDF-X und der Weiterverarbeitung solcher Daten ein. Das schafft natürlich einen Wissensvorsprung.
Das Zitat von mir oben war nur ein gutgemeinter Versuch, Deine Problematik etwas "einzudampfen". Na ja, nicht besonders gut gelungen …
Allerdings ist zu bedenken, dass allein das Werk "Colormanagement und PDF-X" von Cleverprinting 158 Seiten stark ist. Und das ist nicht das Einzige, das es durchzuarbeiten gilt. erstaunt




grüsse

coroner7
magical mister mac

 
yellowFox



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:55   Titel:

SecretSurfer hat Folgendes geschrieben:
In welchem Dateiformat hast Du das Bild gespeichert?

Das Bild ist im PS-Format gespeicher und mittels «Platzieren» im AI-Dokument verküpft.
 
Coroner7



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:57   Titel:

yellowFox hat Folgendes geschrieben:
Ich habe bei der Druckerei folgende Informationen gefunden: Wenn keine Transparenzen angelegt sind, sei X3 okay. Ansonsten wäre X1 besser. Jetzt stellt sich nur folgende Frage: Das eingebundene Photoshop-Bild in meinem Layout hat Transparenzen d.h. es ist mit weichen Kanten freigestellt und hat einen halbtransparenten Schatten. Ist das damit gemeint oder bezeichnet der Begriff «Transparenzen» beim Druck etwas anderes?


Eigentlich ist es genau umgekehrt. X1 erlaubt KEINE Transparenzen im PDF. Und X3 nur die Version :2003.

Als einfache Variante: Eine Kopie des Bildes erstellen, die Transparenzen reduzieren und das Ergebnis in Illustrator plazieren.




grüsse

coroner7
magical mister mac

 
SecretSurfer



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 16:58   Titel:

Coroner7 hat Folgendes geschrieben:
Eigentlich ist es genau umgekehrt. X1 erlaubt KEINE Transparenzen im PDF. Und X3 nur die Version :2003.

Das dachte ich bisher auch immer.




Die Baccararose ist das stumpfe Schwert des Vorstadt-Marketing!

 
Coroner7



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 17:00   Titel:

yellowFox hat Folgendes geschrieben:
PS: Hinter dem transparenten bzw. halbtransparenten Photoshop-Bild ist jedoch vollflächig Farbe als Hintergrund.


Ist der Hintergrund in Photoshop? Oder im Illustrator?

Wenn im Photoshop: Vorgehensweise wie von mir vorgeschlagen.
Wenn im Illustrator: Transparenzen mit höchster Auflösung bei der Erstellung des PDF-X1 flachrechnen.




grüsse

coroner7
magical mister mac

 
Coroner7



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BeitragVerfasst am: 08.02.2010, 17:01   Titel:

SecretSurfer hat Folgendes geschrieben:
Coroner7 hat Folgendes geschrieben:
Eigentlich ist es genau umgekehrt. X1 erlaubt KEINE Transparenzen im PDF. Und X3 nur die Version :2003.

Das dachte ich bisher auch immer.


Dann dachtest Du und denkst Du auch weiterhin absolut korrekt.




grüsse

coroner7
magical mister mac

 


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